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Sozialkompetenz

Der Begriff soziale Kompetenz dient dazu Entwicklungsziele im, Kindes- und Jugendalter zu beschreiben oder Trainings- beziehungsweise Therapieziele in der Verhaltenstherapie zu spezifizieren. Soziale Kompetenz bildet kein einheitliches oder eindimensionales Konzept. Sie ist ein komplexes Gebilde, das durch Begriffe wie „Selbstsicherheit“, „Durchsetzungsvermögen“ und „Kontaktfähigkeit“ nur teilweise definiert werden kann. Die Verhaltensweisen, die soziale Kompetenz ausmachen, sind altersabhängig und an spezifischen Situationen gebunden.

Soziale Kompetenz bezieht sich auf alle Fertigkeiten, die sich im Interaktionsverhalten und im Interaktionserfolg niederschlagen. Diese bestehen aus folgenden Teilfertigkeiten:

  1. eine differenzierte soziale Wahrnehmung
  2. eine komplexe soziale Urteilsfähigkeit
  3. ein umfassendes Repertoire an sozialen Handlungsweisen

Soziale Kompetenz umfasst eine Vielzahl von Fähigkeiten. Sie beeinflussen den Schulerfolg und fördern die berufliche Karriere. Sozial kompetente Menschen sind sozial akzeptierter und weisen vielfältige Schutzfaktoren auf, die vor psychosozialen oder psychischen Krisen schützen.
Havighurst (1982) definiert für die Gruppe der 12- 18 Jährigen acht Entwicklungsaufgaben:

  1. Neue und reifere Beziehungen zu AltersgenossInnen beiderlei Geschlechts aufbauen.
  2. Übernahme der männlichen und weiblichen Geschlechterrolle.
  3. Akzeptierung der eigenen körperlichen Erscheinung und effektive Nutzung des Körpers.
  4. Emotionale Unabhängigkeit von den Eltern und anderen Erwachsenen.
  5. Vorbereitung auf Ehe und Familienleben.
  6. Vorbereitung auf eine berufliche Karriere.
  7. Werte und ein ethisches System erlangen, das als Leitfaden für das Verhalten dient.
  8. Sozial verantwortliches Verhalten erstreben und erreichen.

Mit unseren Angeboten wollen wir die Sozialkompetenz der Mädchen stärken.

Unser Ziel ist auch, dass Mädchen die Interkulturalität als Ressource anerkennen und damit schöpferisch umgehen. Diese Ziele begleitet unsere Projekt wie ein roter Faden. Die Begegnung der Mädchen unterschiedlicher Herkunftsländer führt zur Auseinandersetzung mit der eigenen und mit anderen Kulturen und öffnet den Blick für Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Als Potential wird an den vorhandenen Stärken der Zielgruppe angesetzt. Dazu gehören Zwei- oder Mehrsprachigkeit und die interkulturellen Kompetenz.
Die Erfahrung von Achtung und Wertschätzung führt zu größerer Toleranzfähigkeit, Stabilität und Übernahme von Selbstverantwortung. Das verbessert die Perspektiven der Lebensplanung und der beruflichen Orientierung.

pfeil

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